Ayurvedische Ernährung
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Wenn wir die gegenwärtigen Trends der Ernährung betrachten, lässt sich feststellen, dass Nahrung und deren Aufnahme nur mehr als eine Zeitfrage (siehe Mikrowelle) betrachtet werden. Nur mehr wenige nehmen sich die Zeit, ein Mahl frisch zuzubereiten und in entspannter Atmosphäre einzunehmen. Der Stress und das Tempo unserer Gesellschaft führten dazu, dass Fastfood, Fertigprodukte und Konservierungsmittel fast nicht mehr wegzudenken sind. Daraus wiederum ergeben sich eine Vielzahl an Ernährungsfehlern und folglich einen Großteil aller Zivilisationskrankheiten. Nahrung sollte dem Körper Kraft und Lebensenergie spenden und nicht entziehen. Viele Produkte wie weißer Zucker und weißes Mehl haben aber diese Wirkung. Ayurvedische Ernährung bietet hier eine ausgezeichnete Möglichkeit, dem entgegenzuwirken! Basierend auf der Tridosha Theorie lässt sich für jeden Konstitutionstyp eine passende Ernährung zusammenstellen. Jedoch kann jede Fehlernährung eine Disharmonie der Doshas hervorrufen und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Ernährt sich zum Beispiel ein Mensch mit Pitta Dominanz von zuviel scharfen Nahrungsmitteln, so erhöht er das Feuerelement im Körper und eine Pitta-Störung (Magen-, Darm- oder Hautprobleme) ist die Folge. Bei anderen Konstitutionen gibt es ähnliche Ernährungsfehler (Vata zuviel trocken, Kapha zuviel süß), welche eine Störung der Doshas bewirken. Im Ayurveda wird größter Wert auf Frische, Art und Wirkung der Nahrung gelegt. Zeit, Ort, Reihenfolge der gegessenen Speisen und emotionaler Geisteszustand sind ebenfalls wichtige Aspekte, die berücksichtigt werden. Die Verträglichkeit einzelner Zutaten untereinander und die richtige Verwendung von Kräutern und Gewürzen helfen ein Gleichgewicht der Doshas zu erhalten oder wiederherzustellen. Eine Steigerung der Lebensenergie und Gesundheit ist mit ayurvedischer Ernährung auf geschmackvolle, abwechslungsreiche und gesunde Art und Weise möglich! 6 GeschmacksrichtungenFür das Verstehen der ayurvedischen Ernährung ist das Wissen über die sechs Geschmacksrichtungen von immenser Bedeutung. Diese sind: süß, sauer, salzig, scharf, bitter, zusammenziehend - im richtigen Verhältnis zur Konstitution. Im Ayurveda werden 3 Geschmacksempfindungen definiert:"Rasa" ist der unmittelbare Geschmack, welchen Nahrung im Mund entfaltet. "Viraya" ist die energetische Wirkung des Geschmackes auf die Verdauung, welcher kalt oder heiß sein kann. "Vipaka" wird die subtile, nachhaltige Wirkung des Geschmackes auf den Stoffwechsel genannt. Rasa, Viraya und Vipaka haben einen direkten Einfluss auf die Tridoshas. Jeder Geschmack bildet sich aus einer Kombination von 2 Elementen und hat bestimmte Gunas (Qualitäten) und Eigenschaften. Diese können feucht oder trocken, schwer oder leicht, wärmend oder kühlend sein. Bei einem ausbalancierten Zustand ist es je nach Konstitution von Vorteil, auf eine ausgewogene Aufnahme von allen 6 Geschmacksrichtungen zu achten. Bei jeder Disharmonie der Doshas ist es wichtig, die Geschmacksrichtung/en, welche diesen Zustand auslöst, zu reduzieren oder sogar kurzfristig zu meiden. Die sechs Geschmacksrichtungen und deren Elemente:Süß (Erde + Wasser) Sauer (Feuer + Waser) Salzig (Feuer + Wasser) Scharf (Luft + Feuer) Bitter (Luft + Äther) Astringierend/Zusammenziehend (Luft + Erde) Mehr zum Thema ayurvedische Ernährung erfährst du bei unseren |